ARTHROSETHERAPIE IN LEOBEN

WAS VERSTEHT MAN UNTER „ARTHROSE“?

Unter dem Begriff „Arthrose“ sind Verschleißerscheinungen an der Knorpeloberfläche eines Gelenks zu verstehen. Diese können sowohl das gesamte, als auch nur Teile eines Gelenks betreffen. Durch die Schädigung des Knorpels kommt es zu einer Abnahme der Stoßdämpferfunktion sowie zu einem Verlust der Gleitfähigkeit des betroffenen Gelenkes. Immer wiederkehrende schmerzhafte Entzündungen des Gelenkes sind die Folge. Die Arthrose beginnt immer mit einem Knorpelschaden, der zuerst meist gar nicht bemerkt wird, früher oder später allerdings schmerzhafte Abnützungserscheinungen auslöst.

Typisch für Abnützungserscheinungen am Gelenk sind so genannte Anlauf- und Belastungsschmerzen, gefolgt von einer eingeschränkten Bewegungsfähigkeit. Je nach Schweregrad der Verschleißerscheinungen kommt es zu einer Einschränkung der Gehstrecke, sodass in einem späten Stadium oft nur mehr wenige hundert Meter zu Fuß zurückgelegt werden können. Weiters können Schwellungen, ein Erguss im Gelenk sowie eine zunehmende Deformierung auftreten.

Die Arthrose bewirkt langsam, aber sicher eine zunehmende Immobilisierung bis hin zum völligen Funktionsverlust des Gelenks. Sobald erste Symptome auftreten, empfehle ich, ehest möglich mit einer Therapie zu beginnen, um ihre Lebensqualität und Mobilität erhalten zu können.

BEHANDLUNG VON ARTHROSE

Das Spektrum nicht-operativer Behandlungsmöglichkeiten ist vielfältig und reicht von Heilgymnastik über physikalische Methoden wie Strombehandlungen bis hin zu Medikamenten und Infiltrationen. Mittlerweile gibt es eine Reihe von verschiedenen entzündungshemmenden, schmerzstillenden und knorpelunterstützenden Substanzen (Hyaluronsäure) aber auch körpereigene Wachstumsfaktoren aus Eigenblut (PRP/ACP), die in das betroffene Gelenk eingespritzt werden. Je nach Ausprägung der Arthrose und den damit verbundenen Symptomen erstellen wir für unsere Patienten ein individuelles Therapiekonzept. Da die Gelenksabnützung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, ist das vorrangige Ziel der bestmögliche Erhalt der Mobilität und Lebensqualität. Durch eine konsequente Behandlung und Mitarbeit des Patienten kann ein chirurgischer Eingriff deutlich hinausgezögert werden.

Zu Beginn arthrotischer Veränderungen sind gelenkerhaltende Operationen möglich, wobei Nutzen und Risiko sehr individuell abgewogen und mit jedem Patienten im Detail besprochen werden müssen. Sind ihre Gelenkabnützung und die dadurch verursachte Beeinträchtigung weit fortgeschritten, besteht die Möglichkeit ihre Gelenksfunktion und Lebensqualität mit modernsten Implantaten (Endoprothesen) wiederherzustellen:

Knieprothese

Wenn eine Arthrose (Abnützung) des Kniegelenks besteht, wird zuerst versucht einerseits durch Medikamente, Infiltrationen und Physiotherapie, andererseits mit minimal-invasiven Operationen (Arthroskopie), ein ideales Ergebnis zu erzielen. Wenn diese Vorgehensweise nicht mehr wirksam ist, dann ist die Implantation einer Knieprothese zumeist unumgänglich. Während früher noch große Teile der Knochen entfernt werden mussten, reicht es mittlerweile, den kaputten Knorpel zu entfernen und eine künstliche Oberfläche zu schaffen. Die Lebensdauer von Knieprothesen hat sich in den vergangenen Jahren maßgeblich erhöht. Ist man früher von etwa 10 bis 15 Jahren Lebensdauer ausgegangen, beträgt sie bei neueren Modellen bereits 15 bis 25 Jahre. Nach dieser Zeit ist meist eine erneute Operation nötig, wobei auch Einzelteile der modernen Implantate erneuert werden können, was den operativen Aufwand kleiner werden lässt und damit eine schnellere Heilung ermöglicht.
Ich implantiere meinen Patienten modernste, dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechende Endoprothesen. Zumeist verwende ich Oberflächenersatzprothesen (K-TEP), mit dem Verteil, dass nur sehr wenig des eigenen Knochens entfernt werden muss. Die Teile für den Oberflächenersatz, die Oberschenkelkappe und die Schienbeinplatte werden aus hochpoliertem Metall (Titan) und diejenigen für den Gleitflächenersatz aus Polyethylen hergestellt.
Chirurgische Knieprothese
Die Befestigung der Teile am Knochen erfolgt meist mit Knochenzement. Die Bestandteile des künstlichen Kniegelenks werden – einmal im Körper eingesetzt – durch die eigenen Kniebänder, die Gelenkkapsel sowie die Muskelkraft stabil zusammengehalten. Die Kraft der eigenen Muskulatur sorgt für die freie Streckung und Beugung. X- oder O-Beine werden während der Operation korrigiert.
Ich implantiere auch regelmäßig den partiellen Oberflächenersatz (Teilgelenkersatz). Dazu zählt neben der einseitigen Schlittenprothese auch der Ersatz des Gelenkes, gebildet vom Oberschenkel und der Kniescheibe. Gerne nehme ich mir persönlich viel Zeit, Sie zu informieren und all Ihre Fragen zu beantworten. Wenn notwendig oder gewünscht verwende ich auch individuelle, patienten-spezifisch maßangefertigte Instrumente für die Implantation von Knieprothesen
Implantat eines Teilgelenksersatzes
Für ein zufriedenstellendes Gesamtergebnis ist jedoch nicht nur eine erfolgreiche Operation mit einem langlebigen Implantat ausschlaggebend, sondern auch die Mitarbeit des Patienten sowie eine professionelle physiotherapeutische Nachbetreuung! Eben ein optimales Zusammenspiel von Chirurg, Patient und Therapeut.

SCHULTERprothese

Die Schultergelenksarthrose bezeichnet eine abnützungs- und verschleißbedingte Zerstörung des Knorpels und der Weichteile des Schultergelenks. Bei einem gesunden Gelenk sind Kopf und Pfanne, aus denen das Kugelgelenk der Schulter besteht, mit einer Knorpelschicht überzogen. Der Schulterknorpel wird bei der Arthrose durch jahrzehntelange Reibung, überlastungs- oder verletzungsbedingt nachhaltig und unwiderruflich beschädigt.

Arthrose an der Schulter bei älteren Menschen

Die verschiedenen Schulterprothesen haben sich in den letzten 2 Jahrzehnten sehr verbessert und sind damit auch langlebiger geworden. Die Haltbarkeit einer modernen Schulterprothese beträgt je nach Art ca. 15 Jahre. Als Schulterspezialist kann ich Ihnen alle modernen Versorgungstechniken in minimal invasiver, gewebeschonender Operationstechnik anbieten und berate meine PatientInnen gerne individuell, welche die geeignetste Prothese ist.

Nach einer Schulterprothese sollte der Arm für ca. 4 Wochen geschont und ruhiggestellt werden. Nach erfolgter Wundheilung kann mit der ambulanten Physiotherapie begonnen werden. In ausgewählten Fällen kann auch ein Reha-Aufenthalt sinnvoll sein – ich helfe bei Bedarf gerne bei der Organisation. Die Dauer der Arbeits- und Sportunfähigkeit ist individuell und richtet sich nach der Wahl der Schulterprothese und Operationstechnik. Aufgrund langjähriger Erfahrung weiß ich wie wichtig die Zeit nach der Operation für Sie ist, daher kontrolliere ich meine PatientInnen regelmäßig nach der Operation um den Fortschritt der Heilung genau überwachen zu können.

HÜFTprothese

Sollte man im Rahmen eines hochgradigen Gelenksverschleißes (schwere Coxarthrose) eine massive Einschränkung der Lebensqualität und der Beweglichkeit erfahren, muss über einen künstlichen Gelenkersatz (Hüftprothese) nachgedacht werden. Das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks ist zwar heute eine standardisierte Routineoperation, sie verlangt aber dennoch Erfahrung und Sorgfalt des Operateurs. Ich plane daher die Implantatgrößen (Ausmessung der Hüftprothese) individuell vor jeder Operation anhand aktueller digitaler Röntgenbilder. Die Implantation einer Hüfttprothese ist wissenschaftlich nachgewiesen eine der erfolgreichsten Operationen in der Orthopädie überhaupt. Die Chancen auf Schmerzfreiheit nach der Operation sind demnach ausgezeichnet.

Als Hüft-Spezialist setze ich unter größtmöglicher Gewebeschonung „minimal-invasive“ Techniken für den operativen Zugang zur Hüfte ein, die eine schnellere Genesung und Vollbelastung des operierten Beines ermöglichen. Ich schone dabei Muskeln und Sehnen, wodurch eine schnellere Heilung ermöglicht werden kann.

Die von mir verwendeten modernen Hüftgelenk-Prothesensysteme mit Keramik-Gleitpaarung haben nur minimalen Verschleiß, da durch Einsatz neuester Materialien kaum Oberflächenabrieb zustande kommt. Die zurzeit abschätzbare Lebensdauer einer modernen Hüftprothese beträgt etwa 15 bis 25 Jahre. Welches das beste Implantat bzw. die beste Hüftprothese für PatientInnen und Bedürfnisse ist, entscheide ich immer individuell.

Ansicht einer Hüftprothese
 

ORTHOPÄDISCHE ORDINATION DOZ. DR. GRUBER 

MÜHLTALERSTRASSE 31, 8700 LEOBEN | +43 384 243084

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